Heuschnupfen & Co
Hurra, der Frühling ist endlich wieder da!
...und mit ihm die Pollen... damit ist für viele von uns die Freude getrübt..

Die Ursache für Pollenerkrankungen ist eine Überreaktion (="Allergie") des Immunsystems, die zum Großteil vererbt wird. Das Immunsystem reagiert gegen bestimmte Pollen allergisch, während bei Gesunden der Körper überhaupt nicht reagiert. 
Die allergische Reaktion läuft wie eine Entzündung in der betroffenen Körperregion ab und löst damit die typischen Beschwerden aus
blueball.gif (334 Byte) den berühmt-berüchtigte Heuschnupfen
blueball.gif (334 Byte) die Bindehautentzündung
blueball.gif (334 Byte) den allergischen Husten
blueball.gif (334 Byte) das allergische Asthma

Was tun?
Für die Diagnose:
1. Beschwerdetagebuch : Aufschreiben, wann die Symptome auftreten (im März ist es eher Hasel und Erle, im April wahrscheinlich die Birke, im Hochsommer vielleicht Ragweed)
2. Den Pollenwarndienst (01/1529) abhören: welche Pollen haben derzeit Saison? Ebenfalls aufschreiben
3. Allergie-Austestung in einem Allergielabor (außerhalb der Pollensaison): auf welche Pollen ist eine Allergie nachweisbar?
4. Dann folgt, mit Hilfe des Tagebuchs, die Detektivarbeit: welche Pollen sind es wirklich, die die allergischen Symptome auslösen?
5. Je nach Schwere der Beeinträchtigung und der Symptome werden die weiteren Therapieschritte überlegt.

Die Therapie:
Bei lokalen Symptomen, also wenn "nur" Heuschnupfen oder "nur" Bindehautentzündung vorliegt, genügen manchmal lokale Mittel. Also  Augen- oder Nasentropfen, Gel oder Nasenspray. In diesen ist entweder ein Antihistaminikum oder Cortison enthalten (Cortison, das durch kurze Zeit, in exakter Dosierung lokal angewendet wird, wird in so geringen Mengen resorbiert, dass es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann)   .

Wenn Allgemeinsymptome, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Schlafstörungen dazukommen, helfen Antihistaminika in Tablettenform. Die Mittel haben früher zu Müdigkeit geführt, die neuen Antihistaminika werden i.a. sehr gut vertragen.

WICHTIG: Gefürchtet ist der "Etagenwechsel": wenn zum Heuschnupfen Beschwerden aus der tieferen "Etage", wie Husten, Halskratzen dazukommen; dann besteht die Gefahr, dass es zur Entwicklung eines allergischen Asthmas kommen könnte. Spätestens dann, aber auch bei starken Allgemeinsymptomen, sollte eine HYPOSENSIBILISIERUNG durchgeführt werden. Dabei werden die Betroffenen mit extrem verdünnten Pollenextrakten durch zwei bis drei Jahre geimpft. Damit wird i.a. eine deutlich geringere Reaktion des Immunsystems auf die Allergie auslösenden Pollen und damit eine deutliche Linderung der Beschwerden erreicht.

ALLGEMEINMASSNAHMEN UND HAUSMITTEL:

Weichen Sie so weit wie möglich den Pollen aus, auf die Sie allergisch sind: insbesondere keine körperliche Belastung im Freien, wenn "Ihre" Pollen gerade Hochsaison haben.

Urlaubsplanung: Am Meer und im Hochgebirge ist die Pollenzahl minimal. Pollenfilter im Auto, regelmäßiges Staubsaugen in der Wohnung, abendliches Haare waschen.

Bei Heuschnupfen können Nasenspülungen mit kaltem Wasser oder Meerwasser hilfreich sein.

Dreimal täglich eine Tasse Rotbuschtee können die allergischen Symptome lindern, ebenso die Einnahme von Magnesium.

Von den komplementär-medizinischen Methoden wird hier am ehesten Homöopathie einen Erfolg erzielen können.

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